Vorgang abbrechen

You're successfully logged out !

Mitgliederbereich

Umwelt und Sicherheit

Produktverantwortung weltweit wahrnehmen

Um die Produktverantwortung weiter zu verbessern, hat die EU-Kommission 2007 mit der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) einen EU-einheitlichen Rahmen für die Beurteilung von Stoffen geschaffen.

© Engine Images - Fotolia.com

REACH ist weltweit eines der modernsten und strengsten Chemikaliengesetze. Das Ziel: Durch mehr Informationen über chemische Stoffe und mehr Transparenz über ihre Verwendung ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen. Alle Beteiligten haben seit dem Inkrafttreten intensive Aufbauarbeit geleistet, damit die europäische Chemikalienverordnung gut funktioniert. Die chemische Industrie unternimmt große Anstrengungen, um REACH korrekt und fristgemäß zu erfüllen. Hierbei wird die Branche durch die REACH-Service-Plattform unterstützt, die der VCI initiiert hat. 

Sichere Verwendung von Chemikalien
REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für die sichere Verwendung ihrer Chemikalien übernehmen. Schwerpunkte der Verordnung sind eine allgemeine Registrierungspflicht für alle Stoffe ab einem Produktionsvolumen von einer Tonne pro Jahr bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA, die Bewertung dieser Stoffe und die weitergehende Regulierung bestimmter gefährlicher Stoffe, zum Beispiel durch das Zulassungs- und Beschränkungsverfahren.

Die weltweite Global product strategy
Basierend auf den Zielen der Vereinten Nationen hat der Weltchemieverband ICCA die „Global Product Strategy” (GPS) ins Leben gerufen. Die GPS-Initiative soll das Niveau der Produktverantwortung in der chemischen Industrie weltweit verbessern, und so mehr Produktsicherheit und gleichzeitig faire Spielregeln für den Wettbewerb auf globaler Ebene schaffen.

Zusätzlich zu bestehenden nationalen Vorschriften (zum Beispiel REACH in Europa, ChAMP in den USA) trägt GPS damit zum übergeordneten weltweiten Ziel der sicheren Verwendung von Chemikalien bei.

GPS besteht im Wesentlichen aus folgenden Elementen: Zu aller erst werden Basisinformationen für alle vermarkteten Stoffe ermittelt. Diese Informationen beinhalten neben physikalisch-chemischen Parametern sowie toxikologischen und ökotoxikologischen Daten auch Informationen zur Verwendung und Exposition. Für Stoffe mit erhöhtem Gefährdungspotenzial oder einer höheren Exposition von Mensch oder Umwelt sind stufenweise mehr Informationen erforderlich. Auf Basis der ermittelten stoffspezifischen Informationen wird eine Risikobewertung durchgeführt. Die daraus abgeleiteten Ergebnisse für eine sichere Verwendung von Stoffen und die notwendigen Maßnahmen für das Risikomanagement werden anschließend kommuniziert. Darüber hinaus stellen die Unternehmen die Informationen für die relevanten vermarkteten Stoffe in geeigneter und allgemein verständlicher Weise der Öffentlichkeit – etwa über das Internet – zur Verfügung. Bis zum Jahr 2018 sollen die oben beschriebenen Maßnahmen für alle vermarkteten Stoffe umgesetzt werden.

Die Global Product Strategy gilt für alle Unternehmen der chemischen Industrie, unabhängig davon wo, wie viel oder was sie produzieren. Das heißt, nicht nur die großen Konzerne am Anfang der Lieferkette, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen sollen GPS umsetzen.

Nachhaltigkeits-Dreieck Ökonomie

DAS NACHHALTIG-KEITSBAROMETER:

Wie schneidet Ihr Unternehmen ab? Jetzt registrieren und herausfinden.

#nachhaltigkeit

Presse

Sie sind Pressevertreter? Dann finden Sie hier weitere Informationen. » Read More

Besuchen Sie uns