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DAW SE
Mut zum offenen Dialog

Mit dem Stakeholder-Dialog holt die DAW SE kontroverse Meinungen an einen Tisch – und zeigt, wie wertvoll selbst kritische Stimmen sein können.

10. Juni 2015, 17.45 Uhr, Abschlussveranstaltung des ersten Stakeholder-Dialogs der DAW: Jeder, der sich unter www.daw.de reinklickt, ist dabei. Rund um den Globus lässt sich ungefiltert verfolgen, welche Lösungsansätze zum Thema „Zukunft Wärmedämmung“ der intensive Austausch von Experten verschiedenster Fachrichtungen hervorgebracht hat. Eine live gestreamte Ergebnispräsentation – transparenter konnte die Premiere des Stakeholder-Dialogs kaum zu Ende gehen. So steht dieser Schlusspunkt für die konsequente Offenheit, die sich durch die gesamte Veranstaltung zog. 

Aktuelle Debatte zur Wärmedämmung im Fokus

Mit dem Stakeholder-Dialog betrat die DAW Neuland und entschied erstmals, sich offensiv mit sämtlichen Sichtweisen – also explizit auch den kritischen – auseinanderzusetzen. „Die grundsätzliche Idee war, sich in einer dialogorientierten Veranstaltungsreihe diversen Aspekten der Gebäudehülle zu widmen, in all ihrer Vielfalt und Komplexität“, erzählt Dr. Ralf Murjahn, geschäftsführender Direktor (CEO) der DAW SE. „Zum Start haben wir uns bewusst ein Thema ausgesucht, das in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird: Wärmedämmung für Gebäude.“

Mit Blick auf den Klimaschutz und die ambitionierten Ziele zur Energieeinsparung führt an wärmegedämmten Gebäuden kein Weg vorbei. Immerhin verursachen Gebäude laut dem Bundesministerium für Umwelt allein in Deutschland rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen. Vor diesem Hintergrund initiierte die DAW den Stakeholder-Dialog, um mit rund 50 Befürwortern und Kritikern aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Feuerwehr, Immobilienwirtschaft, mit NGO-Vertretern und privaten Bauherren zentrale Schlüsselfragen zu diskutieren – und Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft zu entwickeln. 

Konkrete Ergebnisse und Empfehlungen 

Das Angebot zum Dialog wurde von allen Beteiligten offen angenommen, zwischen den einzelnen Stakeholder-Gruppen entwickelten sich lebhaft geführte Debatten. Entsprechend praktikabel fielen nach insgesamt vier Workshops auch die Ergebnisse aus. 

Wie ist es um den Brandschutz von gedämmten Fassaden bestellt? Wie sollten Wärmedämm-Verbundsysteme hinsichtlich ihres Lebenszyklus entwickelt werden? Welche Gestaltungsmöglichkeiten wünschen sich Architekten? Und wie sollen Hersteller und Verbraucher kommunizieren? Für diese vier Fragenfelder formulierten die Teilnehmer des Stakeholder-Dialogs gemeinsame Empfehlungen – und die sind für eine so vielfältig besetzte Veranstaltung „außerordentlich konkret“, wie Murjahn betont. Sie zielen beispielsweise auf verbesserte Standards auf Baustellen im Hinblick auf den Brandschutz, fördern eine sinnvolle und umweltverträgliche Verwertung, bringen die Aspekte Dämmung und Gebäudegestaltung näher zusammen und geben Impulse für eine intensivere Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Im Rahmen des ausführlichen Abschlussberichts stehen die Ergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung.

Positives Fazit

„Für uns war es anfangs ein großer Schritt, unseren Kritikern quasi selbst ein Forum zu bieten“, sagt Murjahn. Doch der Mut wurde belohnt: Das gegenseitige Verständnis der Interessengruppen ist gewachsen. „Die externen Perspektiven sind für uns enorm lehrreich, davon können wir als Unternehmen nur profitieren.“ 

Dialog gehört zur Nachhaltigkeitsstrategie

Der Stakeholder-Dialog ist eingebettet in ein umfangreiches Nachhaltigkeitskonzept der DAW, bestehend aus den drei wesentlichen Handlungsfeldern Unternehmen, Produkte und Gebäude. „Wir möchten als nachhaltig geführtes Unternehmen nachhaltige Produkte herstellen, die dazu beitragen, dass unsere Kunden ihre Ideen und Visionen von nachhaltigen Gebäuden verwirklichen können“, fasst Bettina Klump-Bickert, Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement der DAW, die Strategie zusammen. 

Dieser Ansatz steht im Unternehmen auf breiter Basis, gleichermaßen getragen von der Geschäftsleitung, den Mitarbeitern wie auch dem Betriebsrat: „Für die Unternehmensführung bedeutet Nachhaltigkeit, Verantwortung zu übernehmen, in ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht“, erläutert der Betriebsratsvorsitzende Berthold Dechert. „In Verbindung mit dem Stakeholder-Dialog heißt das, zukunftsorientiert die unnötige Verschwendung von Energie in Haushalten durch Dämmung einzuschränken sowie den manchmal einseitigen Sichtweisen zu diesem Thema durch eine offene Kommunikation mit allen Betroffenen entgegenzutreten.“

Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit

Bereits 2003 wurde an den großen Standorten in Deutschland ein integriertes Managementsystem eingerichtet. Ganz im Sinne des eigenen Anspruchs, zu den Vorreitern beim Thema Nachhaltigkeit zu gehören, zählte die DAW nach eigenen Angaben zu den ersten Unternehmen der Branche, die ein zertifiziertes Energiemanagementsystem einführten und einen externen Nachhaltigkeitsrat beriefen. 

Konzept wird fortgesetzt 

Nach den guten Erfahrungen ging der Stakeholder-Dialog 2016 in die nächste Runde, diesmal standen nachhaltige Farben und Lacke im Mittelpunkt. Es gab wieder rege Diskussionen, etwa zu soziokulturellen Aspekten von Farbe oder der Definition von Kriterien für nachhaltig gestaltete Produkte.

Wie schon bei der Premiere hielt sich das Unternehmen im Hintergrund. „Als Gastgeber fühlen wir uns in der Rolle eines aktiven Beobachters sehr wohl“, so Murjahn. Auch dies hatte bereits die Abschlussveranstaltung im Juni 2015 eindrucksvoll bewiesen: Abgesehen von einem kurzen Statement der DAW-Geschäftsführung gehörte die Bühne bei der Präsentation der Ergebnisse denen, die sie engagiert erarbeitet hatten: den Teilnehmern des Stakeholder-Dialogs.

Abschlussbericht 

Dies ist ein Good-Practice-Beispiel zur Leitlinie:

Die Unternehmen der chemischen Industrie suchen den Dialog mit ihren Anspruchsgruppen aus Politik und Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, um deren Wissen, Wertvorstellungen und Interessen in ihre unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen. Sie fördern die Beteiligungs- und Mitsprachemöglichkeiten ihrer Beschäftigten und pflegen den nachbarschaftlichen Dialog an ihren Standorten.

Erfolgsfaktoren

– Nachhaltigkeit funktioniert als integraler Bestandteil der Unternehmens- und Produktphilosophie am effektivsten, wenn der Ansatz das gesamte Unternehmen umfasst und sich konsequent durch alle Bereiche zieht. 

– Offenheit für externe Perspektiven gibt wichtige Impulse für die eigene Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit.

– Aktiver Dialog mit Kritikern ist ein wirkungsvolles Mittel, um Glaubwürdigkeit zu erzielen – nicht nur in Großkonzernen, sondern auch beim Mittelstand.

Unternehmensinfo

- Die DAW (Deutsche Amphibolin-Werke) SE mit Sitz im hessischen Ober-Ramstadt entwickelt, produziert und vertreibt Farben, Lacke, Putze, Wärmedämm-Verbundsysteme und Produkte für den Bautenschutz. 

- An 26 Produktionsstandorten in über 40 Ländern beschäftigt die DAW SE insgesamt mehr als 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

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