
Chemie und Pharma sind Deutschlands drittgrößter Industriezweig. Ihre innovativen Produkte sind in nahezu allen Wirtschafts- und Lebensbereichen zu finden – und häufig der Schlüssel zu nachhaltigen Lösungen.
Chemie und Pharma: drittgrößte Industrie in Deutschland

Quelle: Destatis/VCI; Angabe basiert auf Umsatzzahlen.
Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland ist zentraler Innovationstreiber für die Transformation hin zu Klimaneutralität, zirkulärer Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und damit nachhaltigem Wachstum. Als industrielle Schlüsselbranche liefert sie essenzielle Grundlagen für fast alle Wertschöpfungsketten – von Mobilität über Gesundheit bis Energieerzeugung und Hightech. Die Produktion der Chemieindustrie an deutschen Standorten zeichnet sich durch hohe Umweltstandards, fortschrittliche Abfall- und Emissionsmanagementsysteme sowie konsequente Investitionen in energiesparende sowie effizienzsteigernde Technologien aus.
Welche Bedeutung die Branche für die wirtschaftliche Dimension der Nachhaltigkeit am Standort Deutschland hat, zeigen die folgenden Kennzahlen zur chemisch-pharmazeutischen Industrie.
Die Chemie zählt mit einem Umsatz von 222 Milliarden Euro im Jahr 2024 zu den Top Drei- unter Deutschlands Industrien. Mindestens ebenso wichtig: Sie ist eng mit allen anderen Branchen verknüpft, über zwei Drittel ihrer Produkte gehen als Vorleistungsgüter in nachgelagerte industrielle Prozesse. Die Branche ist damit Grundlage der industriellen Fertigung in Deutschland und trägt wesentlich zum Erfolg der deutschen Wirtschaft und zur Sicherung von qualifizierten Arbeitsplätzen bei.
Top-3-Platzierung auch im weltweiten Vergleich
Gemessen am Umsatz ist Deutschland die drittgrößte Chemienation hinter China und den USA.

Quelle: Chemdata International/VCI; Angabe basiert auf Umsatzzahlen.
Gute Arbeit, attraktive Vergütung
Die wirtschaftliche Stärke der Chemie spiegelt sich in einer attraktiven Vergütung der Beschäftigten wider und trägt damit zu Wohlstand und Lebensqualität in Deutschland bei. Das Durchschnittseinkommen der rund 480.000 Beschäftigten der deutschen Chemieindustrie betrug 2024 über 71.000 Euro – und liegt damit um über ein Fünftel höher als das Durchschnittsentgelt im Verarbeitenden Gewerbe.
Langfristige Ausrichtung
Damit die Unternehmen auch in Zukunft gute Arbeitsplätze bieten und wertvolle Innovationen entwickeln können, haben sie allein 2024 rund 9,5 Milliarden Euro in ihre Produktionsanlagen investiert. Das sind rund 15 Prozent der Investitionen des gesamten verarbeitenden Gewerbes. Darüber hinaus beliefen sich die Ausgaben der chemisch-pharmazeutischen Industrie für Forschung und Entwicklung 2024 auf circa 16,1 Milliarden Euro am Standort Deutschland. Nach der Automobil- und Elektroindustrie wendet die Branche damit am meisten für diesen Bereich auf.

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Schonender Umgang mit der Umwelt, Energie und Ressourcen
Die Chemie zählt zu den energieintensiven Industrien. Die Branche achtet darauf, ihre Produkte möglichst umweltverträglich herzustellen und so ihren Beitrag zur ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit zu leisten. Hier hat sie in den letzten Jahrzehnten viel erreicht, zum Beispiel...
- ... ist der spezifische Energiebedarf je Produkteinheit in der Chemie zwischen 1990 bis 2023 um 53 Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum hat die Branche ihre Treibhausgasemissionen um 61 Prozent verringert.
- ... hat sie zwischen 1995 und 2023 rund 14,5 Milliarden Euro in Anlagen und Maßnahmen für den Umweltschutz investiert. Rund 3,9 Milliarden Euro pro Jahr gibt die deutsche Chemieindustrie für den laufenden Betrieb der Umweltschutzanlagen aus.
- ... hat die Branche Anforderungsprofile für Chemikalientransporte auf Wasserwegen, im Luft-, im Schienen- sowie Straßengüter- und kombinierten Verkehr erarbeitet, deren Vorgaben detaillierter sind als die gesetzlichen.