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Mobilität und moderne Materialien

Energie sparen mit modernen Materialien

Die Realisierung der Energieziele Deutschlands ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder kann dazu beitragen – sowohl im gewerblichen als auch im privaten Umfeld. Die Chemie entwickelt zu diesem Zweck Produkte, mit denen sich Energie effizienter einsetzen lässt und gleichzeitig die Lebensqualität gesteigert wird.

© Ingo Bartussek - Fotolia.com

Die größten Energieeinsparpotenziale liegen in Deutschland im Gebäudebestand: Unsanierte Gebäude benötigen zur Beheizung etwa dreimal so viel Energie wie Neubauten. In Deutschland gelten mehr als 50 Prozent aller Wohneinheiten als nicht ausreichend gedämmt. Würden diese Wohnungen zum Beispiel mit Hartschaumplatten aus Polystyrol isoliert, könnte so der Heizölverbrauch pro Quadratmeter um bis zu zwei Drittel sinken. Das schont Geldbeutel und Umwelt: Durch Dämmung und weitere Maßnahmen könnten die durch den Heizbedarf der Haushalte in Deutschland verursachten CO2-Emissionen um über 60 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Auch mit modernen Fenstern lässt sich viel Energie sparen. Damit keine Wärme durchgeleitet wird, enthalten die Scheibenzwischenräume von Isolierglasfenstern Edelgase aus der Chemie. Dichtmassen sorgen dafür, dass das Gas nicht entweicht und keine Feuchtigkeit eindringt. Sollte doch etwas Feuchtigkeit eintreten, wird diese durch Trockenmittel gebunden. Außerdem tragen Kunststoffrahmen zur Wärmedämmung bei, insbesondere dann, wenn die Kammern der Fensterprofile mit Schäumen gefüllt sind. 

Wie eine Klimaanlage, aber ohne den hohen Stromverbrauch, wirken chemische Produkte im Putz oder in Trockenbauplatten. Winzige, mit hochreinem Paraffinwachs gefüllte Kunststoffkügelchen sorgen dafür, dass die Wände an sonnigen Tagen große Wärmemengen aufnehmen, bevor es im Haus zu warm wird. Nachts geben sie die Wärme dann wieder an die Umgebung ab. Eine weitere Möglichkeit zur Steigerung der Energieeffizienz bieten wärmereflektierende Innenfarben. Dadurch werden rund 39 Prozent der im Raum befindlichen Wärmestrahlung reflektiert, bei herkömmlichen Farben sind es dagegen nur 5 Prozent. Durch einen einfachen Anstrich können bis zu 20 Prozent Energie gespart werden.

Korrosionsschutz durch Lacke und Farben
Der Eiffelturm in Paris gilt als Wahrzeichen der Stadt. Doch ohne den Einsatz der chemischen Industrie wären die Tage des Bauwerks schnell gezählt. Denn: Als Schutz vor Korrosion erhält der Turm alle zwei bis drei Jahre einen neuen Anstrich aus Spezialfarbe – hergestellt von der chemischen Industrie. Die wichtigste Aufgabe von Lacken und Farben ist der Schutz eben solcher Bauwerke sowie Brücken, Fahrzeuge und Industriegüter aller Art.  

In den vergangenen Jahren ist es bereits gelungen, Schwermetallanteile wie Blei und Chrom aus den Rezepturen der Korrosionsschutzbeschichtungen zu entfernen und etwa durch umweltschonendere Metallverbindungen zu ersetzen. Zudem bleibt die Verminderung der Emission von organischen Lösemitteln (VOC) eine der wichtigsten Aufgaben der Zukunft. Dies geschieht etwa durch den Einsatz von wasserbasierten so genannten Hydrobeschichtungsstoffen oder mittels High-Solid-Systemen, bei denen der Anteil der Feststoffe sehr hoch und der Lösungsmittelgehalt bei nur noch rund 30 Prozent – statt wie bisher bei bis zu 60 Prozent – liegt.

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