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Arbeit und Ausbildung

Wegweisend – Chemie-Sozialpartnerschaft in der Praxis

Innovativ, pragmatisch, erfolgreich – diese Merkmale zeichnen die Sozialpartnerschaft zwischen der Gewerkschaft IG BCE und dem Arbeitgeberverband BAVC aus. Im Sinne einer nachhaltigen Beschäftigungspolitik und einer zukunftsfähigen Ausrichtung der Unternehmen hat sie sich seit mehr als 40 Jahren in der Chemiebranche bewährt.

© Bernd Geller

Sicherheit geht vor
Unfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen zu erhalten, ist ein wesentlicher Teil der gemeinsamen Verantwortung. Aus diesem Grund ist ein aktiver Arbeitsschutz ebenfalls Thema der Sozialpartner-Vereinbarungen – mit einem beispielhaften Ergebnis: 2011 haben sich in der Chemie 9,5 Arbeitsunfälle je eine Million Arbeitsstunden ereignet. Die Chemie hat damit die Zahl der Arbeitsunfälle je eine Million Arbeitsstunden innerhalb von 20 Jahren um zwei Drittel reduziert. Im Durchschnitt der gewerblichen Wirtschaft kam es zu 16,2 Arbeitsunfällen je eine Million Arbeitsstunden. 

Chancengleichheit stärken
Chancengleichheit für Männer und Frauen spielt in den Betrieben der chemischen Industrie schon seit Langem eine wichtige Rolle – auch vor dem Hintergrund der alternden Bevölkerung. Dennoch wollen sich die Unternehmen in diesem Bereich weiter verbessern und streben auch in Zukunft eine Erhöhung des Frauenanteils an. Um eine familienbewusste Personalpolitik zu fördern, unterstützen IG BCE und BAVC die Betriebsparteien mit Beratung, Handlungshilfen sowie Checklisten und organisieren den Erfahrungsaustausch. Zugleich setzen sie sich gegenüber der Politik gemeinsam für angemessene und effektive Rahmenbedingungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.

Vielfalt nutzen
Rund 20 Prozent der Deutschen haben mittlerweile einen Migrationshintergrund. Sie bringen verschiedene Sprachen, religiöse Überzeugungen und Lebensstile mit in ihre neue Heimat und sind ein elementarer Teil der Gesellschaft und der Arbeitswelt. Diese Vielfalt stellt für die Betriebe eine große Chance wie auch eine Herausforderung dar. BAVC und IG BCE rufen die Unternehmen in einer 2008 geschlossenen Sozialpartner-Vereinbarung dazu auf, in den Betrieben den Reichtum der Kulturen und die Vielfalt der Erfahrungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft besser zu nutzen. Wünschenswert sind auch Betriebsvereinbarungen zur Förderung der Vielfalt im Betrieb. 

Fürs Alter vorsorgen
Angesichts des demografischen Wandels und der absehbaren Lücke in der gesetzlichen Rentenversicherung wird eine ausreichende finanzielle Vorsorge für die Zeit nach dem Berufsleben immer wichtiger. IG BCE und BAVC haben dieses Thema frühzeitig aufgegriffen und bereits 1998 einen Altersvorsorge-Tarifvertrag vereinbart und 2001 mit dem ChemiePensionsfonds (CPF) den ersten deutschen Pensionsfonds gegründet. In der deutschen chemischen Industrie sorgen heute 80 Prozent der Beschäftigten tariflich fürs Alter vor. Durchschnittlich werden 906 Euro pro Jahr angelegt, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Jeder Vollzeit-Beschäftigte hat einen tariflichen Anspruch auf 613,55 Euro pro Jahr, die ihm sein Arbeitgeber für die Altersvorsorge zahlt. Daneben haben 70 Prozent der Chemie-Beschäftigten einen Anspruch auf eine vom Arbeitgeber freiwillig gewährte und voll finanzierte betriebliche Altersversorgung.

Die Arbeitswelt ist weiter im Wandel: Eine bessere Work-Life-Balance, mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Bildung als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe sowie anspruchsvolle und zufriedenstellende Arbeit sind nur einige der Erwartungen und Bedürfnisse, die Beschäftigte, Betriebsräte und Geschäftsführungen ebenso wie Gewerkschaft und Arbeitgeberverband vor Herausforderungen stellen. Die Sozialpartnerschaft bietet beste Voraussetzungen, auch dafür Lösungen zu finden.

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