Vorgang abbrechen

You're successfully logged out !

Mitgliederbereich

Arbeit und Ausbildung

Auszubildende und Fachkräfte in der Chemie

Mehr als 428.000 Menschen arbeiten in der chemischen Industrie. Damit ist sie der sechstgrößte Arbeitgeber in Deutschland. In den kommenden Jahren wird das Arbeitskräftepotenzial – und damit auch die Zahl der Fachkräfte – in Deutschland stark zurückgehen.

© VCI – Fuest

Bis 2030 werden dem Arbeitsmarkt 6,4 Millionen Menschen weniger als heute zur Verfügung stehen. Die demografische Entwicklung sehen wir als große Herausforderung für unsere Branche an. Es geht darum, den Fachkräftebedarf trotz rückläufigen Arbeitskräftepotenzials zu sichern – und damit die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund hat die Chemie als erste Branche in Deutschland bereits 2008 einen Demografie-Tarifvertrag abgeschlossen. Mit einer Vielzahl von Initiativen und Projekten entwickeln wir Lösungen, um den veränderten Arbeitsmarktbedingungen gerecht zu werden: Schon heute bilden die Unternehmen der Branche mehr als 27.000 junge Menschen (BAVC-Abgrenzung) aus. Denn: Für die anspruchsvollen Arbeitsplätze braucht die Chemie qualifizierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt bietet die Branche über 50 verschiedene Ausbildungen an.

QUALIFIKATIONSSTRUKTUR IN DER CHEMIEBRANCHE

Quelle: BAVC 2011

Nachwuchs gewinnen und fördern
Zur kontinuierlichen Nachwuchssicherung haben die Chemie-Arbeitgeber die Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“ (www.elementare-vielfalt.de) ins Leben gerufen. Ein Gesamtpaket aus Internetauftritt, Informationsmaterialien und Marketingaktivitäten stärkt die Ausbildungsbetriebe der Branche im Wettbewerb um junge Nachwuchskräfte. 

Außerdem fördert der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) seit 1950 den Chemieunterricht an Schulen, Nachwuchswissenschaftler sowie die Grundlagenforschung in Chemie und chemienahen Disziplinen. 

Für Jugendliche, die nicht über eine Ausbildungsreife verfügen, haben die Chemie-Sozialpartner bereits im Jahr 2000 das Förderprogramm „Start in den Beruf“ aufgelegt. Mit dieser Initiative können sich Jugendliche für die Ausbildung qualifizieren oder in das Berufsleben eingegliedert werden. 

Mit dem Ziel, dem zukünftigen Fachkräftemangel vorzubeugen, engagiert sich die Branche auch im Bereich der dualen Studiengänge. Viele Unternehmen der chemischen Industrie bieten die Möglichkeit, ein Studium an einer Berufsakademie oder einer Hochschule mit einer praktischen Ausbildung im Betrieb zu kombinieren. 

Die Chemiebranche will die besten und fähigsten Talente ansprechen und sie durch attraktive Entwicklungsmöglichkeiten, ein modernes Arbeitsumfeld sowie eine wettbewerbsfähige Vergütung langfristig an das Unternehmen binden. 

Um den Stellenwert der Berufsausbildung in Deutschland zu unterstreichen, haben IG BCE und BAVC bereits im Jahr 2003 einen eigenen Tarifvertrag geschlossen, der das Ausbildungsplatzangebot langfristig sichert. 

Spitze in der Weiterbildung
Auch in puncto Umfang und Dauer von Weiterbildung engagiert sich die Branche mehr als andere. Rund 91 Prozent der Chemieunternehmen haben ihre Mitarbeiter im Jahr 2013 weitergebildet. Der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt liegt dagegen bei gut 84 Prozent. Mit über 1.300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr investieren die Chemieunternehmen auch deutlich mehr in die Weiterbildung des Personals als Unternehmen im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (ca. 1.100 Euro).

Die Unternehmen der Chemiebranche fühlen sich einem sozialen Klima verpflichtet, das von Respekt, Verantwortungsbewusstsein und einem fairen Miteinander geprägt wird. Veränderungen der Arbeitswelt betrachten Geschäftsleitung und Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeitgeberverband als einen gemeinsamen Gestaltungsauftrag. Ihre Arbeit zeichnet sich aus durch pragmatisches, zielorientiertes Handeln unter gleichzeitiger Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen.

Nachhaltigkeits-Dreieck Ökonomie

DAS NACHHALTIG-KEITSBAROMETER:

Wie schneidet Ihr Unternehmen ab? Jetzt registrieren und herausfinden.

@chemiehoch3

Presse

Sie sind Pressevertreter? Dann finden Sie hier weitere Informationen. » Read More

Besuchen Sie uns