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Gesundheit und Ernährung

Für die Gesundheit einsetzen

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Die statistische Lebenserwartung ist seit 1987 bei Frauen um vier Jahre auf 82,5 gestiegen. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 77,3 Jahren werden Männer seitdem sogar um fünf Jahre älter.

Beim Anstieg der Lebenserwartung leistet die pharmazeutische Industrie global einen entscheidenden Beitrag, denn: Rund 40 Prozent der gewonnenen Lebensjahre gehen international auf die Verfügbarkeit besserer Medikamente zurück (siehe Grafik). Darüber hinaus trägt die Branche im Verbund mit der Diagnostika-Industrie zur Steigerung der Lebensqualität vieler Menschen bei. Im Zentrum stehen dabei die Bereiche Erkennen, Vorbeugen, Lindern, Heilen und Behandeln.

Erkennen: Diagnostik und Wirkmechanismen
Die Labordiagnostik ist ein Kernelement der modernen Medizin. Bei zwei Dritteln aller Untersuchungen spielen labormedizinische Untersuchungen eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe von Labordiagnostika und Analysesystemen können niedergelassene Ärzte und Krankenhauslaboratore Körperflüssigkeiten oder Gewebe untersuchen. Denn ohne zutreffende Diagnose ist keine zielgerichtete Krankheitsbehandlung möglich. Je eher eine Krankheit diagnostiziert wird, desto erfolgversprechender und kostengünstiger kann sie in der Regel gelindert oder sogar kuriert werden. 

Labordiagnostik – etwa zur Bestimmung der Genaktivität in gesunden und kranken Geweben – spielt auch eine wichtige Rolle bei der Aufklärung der molekularen Prozesse, die einer Krankheit zugrunde liegen. Das Verständnis dieser Prozesse ist der erste Ansatzpunkt bei der Entwicklung von neuen Medikamenten gegen die betreffende Krankheit.

Vorbeugen: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Mit Impfstoffen gegen Gebärmutterhalskrebs ist ein großer Innovationssprung gelungen. Sie schützen vor den wichtigsten Stämmen humaner Papillom-Viren (HPV), die den Krebs auslösen. Sie sind seit 2006 in Deutschland zugelassen und werden Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfohlen. Sie beruhen auf der Forschung des deutschen Nobelpreisträgers Harald zur Hausen.

Im letzten Erprobungsstadium sind auch Impfstoffe gegen Ebola. Sie sollen die gefährdete Bevölkerung afrikanischer Länder künftig schützen.

Lindern: Fortschritte in der Rheumabehandlung
Auch in puncto Verbesserung der Lebensqualität und Erhalt der Arbeitsfähigkeit arbeitet die Branche fortwährend an innovativen Produkten. Ein Beispiel hierfür sind Biopharmazeutika – Arzneistoffe, die mittels Biotechnologie gentechnisch hergestellt werden – in der Therapie rheumatischer Erkrankungen. Bei diesen spielen Botenstoffe von Immunzellen eine wesentliche Rolle. Sie regen andere Immunzellen zu Angriffen auf körpereigenes Gewebe an. Biopharmazeutika fangen diese Botenstoffe ab und machen sie unschädlich. Diese Medikamente wirken gegen Rheumatoide Arthritis, das „Wirbelsäulenrheuma“ Morbus Bechterew, Rheuma bei Kindern, aber auch Schuppenflechte und weitere Autoimmunkrankheiten. Die beiden meistverwendeten antirheumatischen Biopharmazeutika wurden unter deutscher Beteiligung entwickelt. 

Heilen: Erfolge der Hepatitis-C-Forschung
Weltweit leben ca. 170 Millionen Menschen, deren Leber mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert ist – jährlich sterben etwa 350.000 an den Folgen. Bei rund einem Viertel der Betroffenen heilt die Infektion nach ein paar Monaten von selbst aus. Hält sie jedoch an, kann sie zu Langzeitschäden wie Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs führen. Zur Verhinderung dieser schwerwiegenden Folgen und zur dauerhaften Heilung wurden immer bessere Präparate-Kombinationen entwickelt. Seit 2014 kann damit nun fast jeder Patient binnen drei Monaten geheilt werden, und das bei geringen Nebenwirkungen. Mehrere der dafür eingesetzten Medikamente werden in Deutschland hergestellt.

Behandeln: HIV wird zur chronischen Krankheit
Während eine Infektion mit dem Aids-Virus HIV vor rund 20 Jahren noch unweigerlich tödlich verlief, nimmt die Krankheit heute bei angemessener Behandlung fast immer einen chronischen Verlauf: Nur noch bei jedem Vierzigsten der behandelten Infizierten bricht die Krankheit tatsächlich aus, alle anderen lassen sich medikamentös davor bewahren. Und infizierte Mütter können fast immer gesunde Kinder zur Welt bringen. Das ist möglich, weil Pharmaunternehmen seit 1987 HIV-Medikamente mit mehr als 25 verschiedenen Wirkstoffen entwickelt haben; und weil es ihnen gelang, die Zahl der Tabletten pro Tag von zunächst mehr als 40 auf oftmals nur noch eine einzige zu senken. Dennoch bleibt HIV-Prävention das oberste Gebot. Unter deutscher Beteiligung entstand insbesondere die Therapie zum Schutz von Kindern infizierter Mütter.

Eine schwierige Aufgabe: Alzheimer-Demenz
Für zahlreiche Erkrankungen hat die Branche bislang wirksame Medikamente entwickelt. Und dennoch: Für zwei Drittel gibt es bisher weder Heilung noch eine befriedigende Möglichkeit zur Linderung. Ein Beispiel hierfür ist die Alzheimer-Demenz. Sie geht mit fortschreitender Zerstörung der geistigen Fähigkeiten und der Persönlichkeit einher. Als typische Alterskrankheit – die meisten Betroffenen sind 80 Jahre und älter – gehört die Alzheimer-Demenz zu den Krankheiten, die aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland immer häufiger auftreten dürften. Zu ihrer Behandlung sind derzeit vier Medikamente zugelassen. Sie können den Verfall bis zu zwei Jahre hinauszögern, stoppen können sie ihn jedoch nicht. Deshalb arbeiten die Pharmaunternehmen derzeit mit Hochdruck an der Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente, die Alzheimer aufhalten; auch in ihren deutschen Labors.

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