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Arbeit und Ausbildung

Sozialpartnerschaft – Gemeinsam mehr erreichen

Gute und wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen gelten als Grundprinzip der chemischen Industrie in Deutschland. Beispielhaft hierfür steht die starke Chemie-Sozialpartnerschaft. Innovativ, pragmatisch, erfolgreich – mit der besonderen Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaft IG BCE und dem Arbeitgeberverband BAVC hat die Chemie eine Vorreiterrolle übernommen.

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Mit dem Ziel der Gestaltung von guter Arbeit und der zukunftsfähigen Ausrichtung der Unternehmen hat sich die Sozialpartnerschaft in der Chemiebranche seit mehr als 40 Jahren bewährt. Sie ist die wesentliche Grundlage für die Zusammenarbeit von IG BCE und BAVC – und der Schlüssel für einen fairen Ausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Damit leistet die Sozialpartnerschaft einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Chemiebranche. Wie erfolgreich diese Form der respektvollen Partnerschaft sein kann, zeigt sich auch in einem beispiellosen Ergebnis: Seit 1971 hat es in der chemischen Industrie keinen Streik gegeben.

Ethikkodex für verantwortliches Handeln
Sozialpartnerschaft verstehen Arbeitgeber und Gewerkschaft als Auftrag, kooperativ und pragmatisch nach den besten Lösungen für Unternehmen und Beschäftigte zu suchen. Es geht nicht darum, Unterschiede in den Interessen zu verwischen. Die Chemie-Sozialpartnerschaft bietet vielmehr die Grundlage für einen kontinuierlichen Dialog auf Augenhöhe, um Gemeinsamkeiten zu erkennen und Gegensätze konstruktiv auszugleichen. 

Gestärkt und vertieft wurde das gegenseitige Vertrauensverhältnis durch den so genannten Wittenberg-Prozess. In intensiven Diskussionen verständigten sich IG BCE und BAVC auf gemeinsame Grundsätze. Diese am 14. August 2008 in Berlin unterzeichneten „Leitlinien für verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft“ dienen den Sozialpartnern bis heute als Orientierung für ihre Zusammenarbeit.

Vorreiterrolle in Deutschland
Innovationskraft ist das besondere Merkmal der Chemie-Tarifverträge. Früher als andere haben sich die Sozialpartner in der chemischen Industrie neuen Herausforderungen gestellt, insbesondere der Globalisierung und dem demografischen Wandel. Sie haben damit gesellschaftspolitische Verantwortung übernommen und die Grundlage geschaffen, um diese Megatrends mitgestalten zu können.

Den Veränderungen durch den globalen Wettbewerb haben die Tarifparteien der chemischen Industrie Rechnung getragen, indem sie in den Tarifverträgen Möglichkeiten der Flexibilisierung und Öffnung verankert haben; sie waren damit mehrfach Vorreiter, etwa mit dem Arbeitszeit- und dem Entgeltkorridor. 

Gleichzeitig sichern die Tarifverträge eine faire Teilhabe der Beschäftigten an den wirtschaftlichen Erfolgen der Branche. Das in der chemischen Industrie gezahlte Entgelt entspricht der hohen Leistungs- und Wettbewerbskraft der Unternehmen und hält in Deutschland jedem Vergleich stand. 

Mit dem Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie“ vom 16. April 2008 entwickelte die chemische Industrie als erste Branche in Deutschland umfassende Antworten auf die Alterung der Gesellschaft. Die Vereinbarung gibt den Unternehmen und ihren Beschäftigten wirksame Instrumente für die betriebliche Praxis an die Hand: 

  • Demografie-Analyse, 
  • Maßnahmen zur alters-, alterns- und gesundheitsgerechten Gestaltung der Arbeitsprozesse, 
  • Maßnahmen zur Qualifizierung während des gesamten Erwerbslebens und 
  • Maßnahmen zur (Eigen-) Vorsorge und Nutzung flexibler Instrumente für gleitende Übergänge zwischen Bildungs-, Erwerbs- und Ruhestandsphase. 
  • Darüber hinaus haben IG BCE und BAVC Instrumente geschaffen, mit denen die Sozialpartnerschaft an zusätzlicher Gestaltungsfähigkeit gewinnt:
  • Außertarifliche Sozialpartner-Vereinbarungen zu besonderen Themen wie Standortsicherung, Bildung oder Chancengleichheit.
  • Gemeinsame Einrichtungen der Sozialpartner für spezielle Arbeitsgebiete wie die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA), der ChemiePensionsfonds (CPF), die Gesellschaft zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in der chemischen Industrie (GIBUCI) oder der Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI).
  • Die aktive Beteiligung am Europäischen Sozialen Dialog der Chemiebranche.

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